Brands in Motion 2026

Zerrbilder: Reputationsrisiko mit Einfluss auf die Verschreibungspraxis

Gesundheitsinformationen sind heute so zugänglich wie nie – und gleichzeitig auch so anfällig für Zerrbilder wie nie. Zerrbilder - irreführende oder bewusst gestreute Fehlinformationen - erreichen Patient*innen zunehmend vor dem Arztbesuch und beeinflussen, was sie glauben, ablehnen und letztlich verschrieben bekommen.

Unser Report Zerrbilder: Reputationsrisiko mit Einfluss auf die Verschreibungspraxis zeigt, wie stark sich verzerrte Gesundheitsinformationen inzwischen auf den ärztlichen Alltag auswirkt und was es für Pharmaunternehmen in Deutschland konkret bedeutet, wenn sie unwidersprochen bleiben.

In Zusammenarbeit mit Sapio Research wurden dafür 500 Ärzt*innen in Deutschland, Großbritannien,den USA, Australien und Indien befragt.

Arzt im Gepräch | We. Communications

Unsere Ergebnisse

Verzerrte Informationen nehmen zu und zeigen Wirkung

73 % der deutschen Ärzt*innen haben bereits eine Behandlungsempfehlung aufgrund von Zerrbildern geändert, die Patienten an sie herantragen. 54 % beobachten, dass sich die Situation in den vergangenen 12 Monaten verschärft hat.

Es besteht eine Lücke zwischen Anspruch und Umsetzung

93 % der Befragten in Deutschland erwarten von Unternehmen, Zerrbilder öffentlich zu adressieren – und nur 61 % halten die aktuellen Bemühungen für wirklich wirksam.

Schweigen ist riskant

57 % der deutschen Ärzt*innen interpretieren das Schweigen eines Unternehmens zu verzerrten Gesundheitsinformationen als kommerzielles Eigeninteresse oder als Mitverantwortung an ihrer Verbreitung.

Sichtbares Engagement stärkt die Reputation

76 % der deutschen Ärzt*innen sagen, die Reputation eines Unternehmens beeinflusse ihre Verschreibung. Stehen sie vor der Wahl, entscheiden sich 41 % für das Unternehmen, das sich sichtbar für Aufklärung einsetzt.

Key Takeaways

Verdient euch Reputation leise, aber konsequent.

In Deutschland gewinnt nicht die lauteste, sondern die glaubwürdigste Positionierung: verlässliche Daten, nachvollziehbare Fakten und ein Engagement, das sich im Praxisalltag der Ärzt*innen tatsächlich bemerkbar macht.

Gebt Ärzt*innen Handwerkszeug an die Hand.

37 % der deutschen Ärzt*innen wünschen sich vor allem Patientenmaterial in deutscher Sprache – noch vor Orientierungshilfe bei widersprüchlichen Daten (36 %) und Fact-Checking-Angeboten (32 %).

Arbeitet mit Fachverbänden zusammen.

61 % vertrauen medizinischen Fachverbänden am meisten. Damit sind sie ein zentraler Hebel für glaubwürdige Kommunikation.

Brands in Motion 2026

Zerrbilder: Reputationsrisiko mit Einfluss auf die Verschreibungspraxis

Zerrbilder in der Gesundheitskommunikation beeinflussen das Vertrauen der Patient*innen, die Reputation von Unternehmen und das ärztliche Verschreibungsverhalten. Unser Report zeigt, was Ärzte und Ärztinnen sich von Pharmaunternehmen wünschen.