Die UN-Generalversammlung und die Climate Week NYC hautnah erleben

Eine Bühne bei der Climate Week NYC | We. Communications

Es war eine geschäftige Woche in New York: Spitzenpolitiker, Wirtschaftsgrößen und andere wichtige Stimmen strömten in die Stadt – für Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Networking bei der alljährlichen Eröffnung der UN-Generalversammlung (bereits im 79. Jahr) und der Climate Week NYC, die 2009 von der internationalen Non-Profit-Organisation Climate Group ins Leben gerufen worden war.

Jedes Jahr finden Hunderte von Veranstaltungen in der ganzen Stadt statt – offizielle und inoffizielle –, und es ist schlicht unmöglich, mehr als einen Bruchteil der Diskussionen, Panels und Begegnungen mitzunehmen. Die Chance, mit Führungspersönlichkeiten über die größten Herausforderungen und Chancen für Mensch und Planet ins Gespräch zu kommen, ist jedes Jahr aufs Neue inspirierend – und überwältigend zugleich.

Wie Joel Makower, Chairman und Mitgründer von GreenBiz (heute Trellis), allen Teilnehmenden rät: „Es kann alles etwas einschüchternd wirken, besonders für Neulinge. Mein Rat ist einfach: Geh hin."

Meine erste UN-Generalversammlung habe ich 1999 besucht, damals noch als Mitarbeiterin im Pressebüro der Vereinten Nationen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich diese Veranstaltungen in den letzten 25 Jahren entwickelt haben. (Einige persönliche Eindrücke findest du hier.)

Die größte Veränderung? Die UN-Generalversammlung war früher vor allem eine Sache von Regierungschefs, Politikexperten und UN-Beobachtern. Heute – beschleunigt durch die Etablierung der Climate Week NYC vor 15 Jahren – ist diese Woche im September zu einem Ort der Begegnung geworden, an dem Regierungschefs, CEOs, Unternehmer und Risikokapitalgeber mit Künstlern, Musikern und Social-Media-Influencern bei einer Fülle öffentlicher und privater Events zusammenkommen. Die wichtige Erkenntnis dahinter: Den Klimawandel und die Umweltzerstörung zu bekämpfen und die SDGs (2015 von der UN-Generalversammlung verabschiedet) zu erreichen, erfordert einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Es ist deshalb entscheidend, dass sich Stakeholder und Entscheidungsträger aus allen Teilen der Gesellschaft einbringen.

Hier sind fünf weitere Beobachtungen vor Ort in New York in diesem Jahr – und einige Denkanstöße für das nächste:

Starkes Programm der großen Medien.

Große Medien wie Axios, das Wall Street Journal, Semafor und die New York Times bieten die ganze Woche über eigene Veranstaltungen an. Viele davon sind kostenlos zugänglich (nach Anmeldung und Bestätigung) – eine gute Gelegenheit, Stimmen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu hören und sich mit anderen Teilnehmenden zu vernetzen. Praktisch dabei: Man kann flexibel kommen und gehen. Nur weil du dich für das WSJ House anmeldest (das dieses Jahr drei volle Tage Programm bot), heißt das nicht, dass du bei allen Sessions dabei sein musst. Suche dir einfach die heraus, die für dich am relevantesten sind.

Ein Highlight für mich war eine Axios-Veranstaltung für Kommunikationsprofis zum Thema: Wie kommunizieren wir Nachhaltigkeit und soziale Themen angesichts des wachsenden Gegenwinds gegen ESG und DEI? Katie Ioanilli, Chief Global Impact and Communications Officer bei Ralph Lauren und eine der Rednerinnen, brachte es auf den Punkt: "Es gibt genug Beispiele, in denen Unternehmen, Marken und Führungskräfte Probleme bekommen haben, weil sie Sprache genutzt haben, die spaltet oder nicht zur Marke passt. Es geht weniger darum, auf Einflüsse von außen zu reagieren, sondern vielmehr darum, die eigenen Versprechen mit dem Geschäft und den Werten des Unternehmens in Einklang zu bringen."

Einen Platz auf der Bühne gibt es nur über bezahltes Sponsoring – oder als etablierte Führungspersönlichkeit.

An hochkarätigen Persönlichkeiten mangelt es in dieser Woche nie – und diese Fülle bedeutet, dass Veranstalter bei der Auswahl ihrer Panelisten sehr wählerisch sein können. Redaktionelle Einladungen gehen in der Regel an C-Level, manchmal gibt es aber auch die Möglichkeit, andere Führungskräfte oder Fachleute zu nominieren. Ein sicherer Weg zu einem Platz auf der Bühne ist bezahltes Sponsoring – eine Option, die sich lohnt, wenn Budget vorhanden ist und ein Auftritt für eine Führungskraft garantiert werden muss.

Früh mit der Kontaktaufnahme zu beginnen – etwa im April oder Mai – ist ebenfalls eine kluge Strategie, um redaktionelle Plätze zu sichern. Wer es schafft, einen Auftritt bei einer Medienveranstaltung zu bekommen, kann oft auch mit Berichterstattung rechnen: Reporterinnen und Reporter des jeweiligen Mediums berichten häufig über die Highlights der Panels (Beispiele von We.-Kunde Microsoft findest du hier und hier).

Neuigkeiten während der UN-Generalversammlung oder der Climate Week zu platzieren, ist schwierig.

Zwischen Hunderten parallel stattfindender Veranstaltungen und einem stetigen Strom von Spitzenpolitiker*innen, die sich an die Vereinten Nationen wenden, ist es eine extrem laute Zeit, um mit eigenen Neuigkeiten durchzudringen – es sei denn, man hat wirklich etwas Großes zu verkünden. Viele Unternehmen und Organisationen veröffentlichen ihre News deshalb in der Vorwoche, um sie dann bei Events oder Panels, an denen sie teilnehmen, aufgreifen zu können.

Es ist auch möglich, gezielte Einzelgespräche mit Journalisten und Journalistinnen zu vereinbaren, die zu Berichterstattung führen können. Diese Taktik hat We. dieses Jahr für Microsoft eingesetzt: Microsofts Chief Sustainability Officer Melanie Nakagawa und Energiechef Bobby Hollis sprachen mit Evan Halper von der Washington Post und Heather Clancy von Trellis darüber, wie Microsoft seine Rechenzentren nachhaltiger gestalten will – trotz des wachsenden Energiebedarfs durch generative KI.

Netzwerken steht ganz oben auf der Agenda.

Auch wenn dein Kunde den Fokus auf Medienberichterstattung legt – der wichtigste Aspekt der Teilnahme an Veranstaltungen rund um die UN-Generalversammlung oder die Climate Week sind die Menschen, die man trifft, und die Kontakte, die entstehen. Hier ist es wichtig, die richtigen Erwartungen zu setzen. Wenn dein Kunde in New York vor Ort ist, erkläre, dass neben den vielen öffentlichen Veranstaltungen noch weit mehr hinter verschlossenen Türen stattfinden – wo wichtige Stakeholder sich treffen und offen über Herausforderungen und Lösungsansätze sprechen können.

Terminepläne nich überfrachten.

Bei so vielen interessanten und relevanten Veranstaltungen ist die Versuchung groß, zu viel auf einmal zu wollen. Erstens gibt es logistische Herausforderungen: In einer Stadt im Verkehrschaos von einem Event zum nächsten zu kommen, ist nicht einfach. Wer nicht weite Strecken zu Fuß gehen oder die U-Bahn nehmen will, sollte auf Veranstaltungen setzen, die nah beeinander sind. Außerdem lohnt es sich, Pufferzeit einzuplanen und flexibel zu bleiben – für spontane Treffen oder Events, die sich durch neue Kontakte im Laufe der Woche ergeben.

Um noch einmal Joel Makower von Trellis zu zitieren: „Melde dich für mehrere Events an, aber sei bereit, flexibel und spontan zu reagieren."

(Bildrechte Donna Alberico/Margarita Productions)

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