Tech-PR 2023: Drei Trends, die du auf dem Schirm haben solltest

Person mit VR-Brille - we. communications PR-Technologie 2023: Drei wichtige Trends

Mitten in der Planung für 2023? Wir erklären, was Tech-Entscheider wollen.

Wenn ich das vergangene Jahr in einem Wort zusammenfassen müsste, wäre es: unberechenbar. Und es sieht ganz danach aus, als würde die wirtschaftliche und politische Unvorhersehbarkeit auch 2023 anhalten. Um in diesem turbulenten Umfeld zu bestehen, braucht es Marketingköpfe, die mitdenken, anstatt abwarten.

Die gute Nachricht: Verbraucherinnen und Verbraucher wenden sich zunehmend an Tech Marken, um den Weg in die neue Normalität – bei der Arbeit, in der Freizeit und im Alltag – zu finden. Ein Grund dafür ist, dass Tech-Führungskräfte während der COVID-19-Lockdowns dazu beigetragen haben, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, Wachstum zu ermöglichen und als Stabilitätsanker zu fungieren – und dieses Gefühl wirkt auch nach der Pandemie nach.

Für Marken, die diese Chance voll ausschöpfen wollen, sind hier unsere drei Prognosen für das kommende Jahr.

1. Technologie wird die Zukunft der Arbeit gestalten

Günstigere AR/VR-Technologie und der Kulturwandel durch die Pandemie haben dafür gesorgt, dass virtuelle Erlebnisse heute echte Begegnungsräume sind.

Unternehmen setzen auf AR/VR-Technologie, um personalisierte Lernerlebnisse zu schaffen, die intuitiv, wirksam und skalierbar sind. Virtuelle Umgebungen lassen sich auch nutzen, um Sicherheitsverfahren zu üben oder zu schulen, ohne Menschenleben zu gefährden.

So arbeitet der Luft- und Raumfahrtpionier Airbus etwa mit Microsoft zusammen, um "Mixed Reality"-Räume in 3D zu schaffen, in denen Auszubildende lernen und üben können, ohne ein echtes Flugzeug oder Bauteile zu benötigen. Mithilfe holografischer Technologie können Designer ihre Entwürfe virtuell testen und den Zeitaufwand um 80 % reduzieren. Digitale Informationen lassen sich teilweise auch mit realen Maschinen zusammenbringen, um bei komplexen Aufgaben zu unterstützen. So konnte Airbus die Fertigungszeit um ein Drittel senken und gleichzeitig die Qualität verbessern.

Auch künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Neben dem enormen Hype um ChatGPT mit derzeit über einer Million Nutzern (und stetig wachsend) hat die Tech-Marketing-Agentur Codeword ihre ersten KI-Praktikanten begrüßt. Das Ziel? Stärkung der kreativen Arbeit, anstatt auf noch mehr klassische automatisierte Marketingtechnologien zu setzen.

Was das für die Kommunikation bedeutet: Mit AR/VR und Mixed Reality wächst die Zahl der Kanäle. Botschaften müssen je nach Plattform und Kontext neu gedacht werden.


2. Der Draht zum eigenen Team bleibt entscheidend – besonders im Homeoffice

Der Druck wächst, und Tech-Unternehmen spüren deutlicher als jede andere Branche, wie sich die Arbeitswelt verändert. Für Tech-Marken ist es entscheidend, den Kontakt zu ihren Stakeholdern zu halten. Nur wer dies schafft, bleibt relevant und kann den anhaltenden Wandel meistern.

Laut unserem aktuellen Brands in Motion Report "The Bravery Mandate: Make It Real" sind sich Tech-Entscheider einig: Die wichtigste Gruppe, mit der Tech-Marken zusammenarbeiten müssen, sind die eigenen Mitarbeitenden. Die COVID-19-Pandemie hat unsere Arbeitsweise verändert, und diese digitale Transformation wirkt bis heute nach. Viele Beschäftigte haben sich dafür entschieden, weiterhin remote zu arbeiten. Das Ergebnis: eine flexiblere Belegschaft, die von einem erweiterten, grenzüberschreitenden und inklusiven Talentpool profitiert.

Das bedeutet: Der Draht zu den eigenen Leuten ist wichtiger denn je, während Kommunikationsprofis vor der Herausforderung stehen, über Zeitzonen und Arbeitsorte hinweg zu kommunizieren. Marken müssen verstärkt zeigen, was sie für ihre Beschäftigten tun, von Work-Life-Balance-Richtlinien bis hin zu konkreten Belegen für ihre Initiativen rund um Vielfalt, Chancengleichheit und Teilhabe.

Was das bedeutet: Überdenkt eure interne Kommunikation. Wer alle gleich anspricht, erreicht niemanden richtig.

3. Gesellschaftliche Verantwortung von Marken (und ihren Führungskräften) neu denken

Während zivilgesellschaftliche Akteure weiterhin damit beschäftigt sind, die Folgen der Pandemie zu händeln, wenden sich Verbraucher und Entscheider an Marken, um gesellschaftliche Probleme zu lösen, die öffentliche Institutionen nicht oder nicht ausreichend angehen.

84 % der B2B-Tech-Entscheider finden: In Zeiten starker gesellschaftlicher Spaltung haben Unternehmen die moralische Pflicht, Gräben zu überwinden. Dies zeigt unser Brands in Motion Report von 2022: "The Bravery Mandate: Make It Real".

Darüber hinaus sind 74 % der Tech-Entscheider im asiatisch-pazifischen Raum der Meinung, dass Marken lieber über mehrere Jahre hinweg in ein einzelnes Thema investieren sollten, anstatt ihre Bemühungen zu breit zu streuen und damit ungewollt deren Wirkung zu verwässern. Anders gesagt: Es gibt eine klare Präferenz für fokussiertes, langfristiges Engagement statt kurzfristiger Aktionen.

Was das für die Kommunikation bedeutet? Führungskräfte müssen deutlich differenzierter kommunizieren. Sie müssen Kommunikator und Moderator zugleich sein. Es ist Teil ihrer Rolle, unterschiedliche Perspektiven zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen.

Gleichzeitig wollen Entscheider von Führungskräften sehen, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen und transparent machen, wo sie stehen. Gebt regelmäßig Fortschrittsupdates, beantwortet öffentliche Fragen - und zwar häufig. Ebenso wichtig: CEOs und andere Führungskräfte sollten zeigen, was sie persönlich tun, um Ziele zu erreichen. So gaben etwa mehr als die Hälfte der Tech-Entscheider in Australien an, dass das Verhalten von Führungskräften in der Branche ihre Entscheidung beeinflusst, eine Marke zu unterstützen.

Auch 58 % der Tech-Entscheider im asiatisch-pazifischen Raum wollen, dass Markenverantwortliche öffentlich Fragen zu ihren Fortschritten bei der Zielerreichung beantworten. (Brands in Motion 2022: "The Bravery Mandate: Make It Real")

Kommunikationsprofis sind bekannt für ihren Perfektionismus. Doch in dieser unserer unbeständigen Welt ist Perfektion keine Option mehr. Wir können und müssen nicht immer alle Antworten parat haben. Tech-Marken, die offen zeigen, woran sie arbeiten und wo sie noch straucheln, schaffen etwas Entscheidendes: echte Nähe zu ihrem Publikum und Authentizität.

Erfahre mehr über unsere Kommunikationslösungen für die Tech-Branche »

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